
Will
man die Kauebene in einem konventionellen Artikulator horizontal stellen, so
kann das Probleme schaffen. Um die Zahnbögen in eine physiologische
Schließbahn zu stellen, muss die Kauebene wesentlich höher im Artikulator
eingestellt werden, als dies bei einer Montage mit Referenz zur Frankfurter
Horizontalen erforderlich ist. Hierdurch entstehen sehr große Montagesockel
für das UK-Modell, so dass durch die Gipsexpansion Montagefehler entstehen
können, zumal die Sockel gewöhnlich eine asymmetrische Form haben.
Mit dem ParaspliT kann der Montagepunkt gezielt an einen günstigeren Ort im
Artikulator verändert werden, beim einartikulieren des Modells ergibt sich
zudem automatisch ein präziser Magnetsplitcast.

Die
ParaspliT-Platte wird mit einer Präzisions-CNC-Maschine aus einem soliden
Stück Aluminium gefräst. Die Splitcastoberfläche ist völlig glatt, da der
sehr kräftige Magnet von der Rückseite eingesenkt ist. Die Verwendung eines
speziell konstruierten Fräskopfes ergibt zum einen Flanken, die eine positive
Modellorientierung gewährleisten, da alle Kanten gleichzeitig mit Radien
versehen sind, ergibt sich aber auch ein weicher Kontourenverlauf. Hierdurch
wird bei der Arbeit Gipsabrieb vermieden, auch bei weichen Montagegipsen, denn
dies würde u. U. eine akkurate Reponierung des Modells verhindern.
Die
Rückseite des ParaspliT ist mit Retentionen versehen, denn er wird bleibend im
Artikulator eingegipst. Diese sind jedoch so ausgelegt, dass, wenn nötig, auch
ein Sockel aus Hartgips leicht wieder herausgeschlagen werden kann. Der Magnet
ist leicht exzentrisch versenkt, so dass man mit einer M12 Maschinenscheibe als
Gegenstück im Modellsockel arbeiten kann, und diese sich automatisch auf der
Oberseite des ParaspliT mittig zentriert.
Bevor Modelle eingegipst werden können, muss jedoch der ParaspliT erst
einmal im Artikulator montiert werden. Falls ein HIP-Mount zur Verfügung steht,
so kann man ihn als akkurate Justierhilfe einsetzen, wie in der Folge
dargestellt. Hierfür ist die flache Seite des Montagetisches des HIP-Mount
besser geeignet. Man entfernt also die beiden Halteschrauben und befestigt den
Tisch mit der flachen Seite nach oben. Kommt es zu Interferenzen des Tisches mit
dem Artikulatorstützstift, so wird der Tisch mit dem Überhang nach hinten
aufgeschraubt.
Im
Bild ist der ParaspliT auf dem HIP-Mount, der diesmal im Oberteil des
Artikulator eingeschraubt ist, aufgelegt. Der Magnet hilft dabei
unbeabsichtigtes Verschieben zu verhindern. Falls vorhanden, kann der
HIP-Analyzer gleich zur präzisen Ausrichtung des ParaspliT auf dem Montagetisch
des HIP-Mount verwendet werden.
Der Stützstift des Artikulators muß auf 0 stehen, wenn man eine horizontale
Ausrichtung des ParaspliT gewährleisten will. Im Artikulatorunterteil wird eine
Montageplatte eingeschraubt. Der ParaspliT wird nun in dieser Position mit
Montage– oder Hartgips eingegipst. Man stellt dabei sicher, dass die
Retentionen vom Gips umfasst sind und dass der Artikulator anschließend wieder
ganz geschlossen wird, ohne den ParaspliT zu verschieben. Die Verwendung von
Silikonspray beugt Korrosion vor und gewährleistet eine leichtere Demontage des
ParaspliT, falls man diesen später einmal in einer anderen Position montieren
möchte.
Um verschiedene Sockelstärken greifbar zu haben, empfiehlt es sich jedoch,
einen Satz ParaspliT-Platten mit verschieden starken Sockeln zu montieren, und
dann jeweils einfach den passenden für die Modellmontage auszuwählen. Zur
Herstellung solcher Sockel wird einfach der Tisch des HIP-Mount bei der Montage
auf unterschiedliche Höhen eingestellt.

Die
Modellmontage gestaltet sich nun denkbar einfach. Am besten pinselt man die
Oberfläche des ParaspliT dünn mit Salatöl ein. Dieses wischt man an den
Flanken wieder ab, um hier einen möglichst engen Kontakt zum Montagegips
sicherzustellen. Als magnetische Retention wird eine M12 Scheibe aufgesetzt, am
besten so, dass sich am Rand ein kleiner Unterschnitt für die Verankerung im
Gips bildet. Hierbei ist Sorge zu tragen, dass die Oberfläche des ParaspliT
nicht verkratzt wird. Vor der Montage wird noch kurz überprüft, ob der
Artikulator störungsfrei geschlossen werden kann. Bei der Modellmontage formt
sich automatisch ein präziser Splitcast.
Selbstverständlich kann ein Artikulator ebenso im Oberteil mit einem
ParaspliT ausgestattet werden. Die Modellsockel sind nun parallel zur
Referenzebene, was nicht nur Laborarbeiten erleichtert, sondern auch die
spätere Analyse der Modelle, denn die Referenzebene ist so auch bei
archivierten Modellen noch nachvollziehbar, ohne diese erneut montieren zu
müssen..
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